Salzlecksteine gehören zu den Dingen, die man sehr häufig in der Umgebung von Pferden findet… deren Nutzen aber nicht immer richtig verstanden wird. Wofür sind sie wirklich da? Sind sie unverzichtbar? Und wie wählt man den richtigen Stein für sein Pferd? Wir erklären dir hier alles – inklusive weiterer Möglichkeiten, dein Pferd mit Mineralstoffen zu versorgen, falls der Stein nicht sein Ding ist 🙈
Wozu dient ein Salzstein? 🤔
Salzlecksteine haben als Hauptzweck, deinem Pferd eine Ergänzung mit essenziellen Mineralstoffen – insbesondere Natrium – zu liefern. Salz (Natriumchlorid) ist ein Element, das das Pferd nicht von Natur aus produziert.
Deinem Pferd Salz bereitzustellen bietet mehrere wichtige Vorteile:
- Eine ausreichende Natriumzufuhr ist unerlässlich für seine Gesundheit: Diese Mineralstoffe sind an zahlreichen lebenswichtigen Funktionen beteiligt, insbesondere an der Nervenübertragung, der Muskelkontraktion und dem Wasserhaushalt. Das Pferd kann nicht darauf verzichten.
- Salz regt den Appetit an: Wenn dein Pferd dazu neigt, seine Ration etwas zu verschmähen, kann der Zugang zu einem Salzstein ihm helfen, das Interesse an seinen Mahlzeiten wiederzufinden.
- Er fördert die Flüssigkeitsaufnahme: In sehr heißen Perioden trinken manche Pferde weniger als nötig. Salz animiert sie auf natürliche Weise, mehr zu trinken, was dazu beiträgt, Dehydrierungsrisiken vorzubeugen.
- Er unterstützt die Verdauung: Salz spielt eine Rolle beim reibungslosen Funktionieren des Verdauungssystems und beim Erhalt einer ausgeglichenen Darmflora – ein echter Pluspunkt, wenn man die Empfindlichkeit des Pferdemagens kennt.
Wie bei jedem Ergänzungsmittel gilt jedoch: Maß halten! Im Allgemeinen regulieren Pferde ihren Verbrauch selbst und nehmen, was sie brauchen (etwa 50 g Salzstein pro Tag für ein arbeitendes Pferd). Wenn du jedoch einen übermäßigen oder ungewöhnlichen Verbrauch bemerkst, solltest du besser deinen Tierarzt zurate ziehen, um einen Mangel oder zwanghaftes Verhalten auszuschließen 😉
Die verschiedenen Arten von Salzsteinen ✨
Es gibt verschiedene Arten von Salzsteinen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen. Hier ein Überblick, der dir hilft, je nach Bedarf deines Pferdes die richtige Wahl zu treffen:
Der weiße Salzstein (reines Salz)
Er ist der einfachste. Zusammengesetzt hauptsächlich aus Natriumchlorid, liefert er ausschließlich Salz, ohne weitere Mineralstoffe. Er ist ideal für Pferde, die bereits eine ausgewogene Ernährung oder Ergänzungsmittel mit den anderen Spurenelementen erhalten.
✔️ Ideal für: Weidepferde, robuste Ponys oder Pferde, die mit Alleinfutter gefüttert werden
Der rosafarbene Himalaya-Salzstein
Sehr beliebt ist dieser natürliche Stein, der etwas mineralreicher als der weiße ist. Neben Natrium enthält er Spurenelemente wie Eisen, Kalium, Magnesium, Zink oder Kupfer. Seine Härte macht ihn schwieriger zu benagen, was einen übermäßigen Verbrauch verhindert.
✔️ Ideal für: Pferde mit moderater bis intensiver Aktivität oder Pferde, die das ganze Jahr draußen leben
Die Salzlecksteine
Hier geht es eine Stufe höher. Diese Steine sind speziell formuliert, um den Mineralbedarf und ergänzende Beschwerden zu decken, wie zum Beispiel die Natural'Rock mit entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften für die Top, für den Verdauungskomfort mit der Disgest oder auch den Bewegungskomfort mit der Moov.
✔️ Ideal für: arbeitende Pferde, Pferde mit Mangelerscheinungen, Zuchtstuten, junge Pferde im Wachstum
Manche sind sogar aromatisiert, um den Leckreiz zu stimulieren – wie die Likits, mit Geschmacksrichtungen wie Apfel, Kirsche, Banane, Himbeere, Karotte usw. 🔥
Wie verwendet man einen Salzstein?
Stelle den Stein deinem Pferd zur freien Verfügung bereit, sei es in der Box oder auf der Weide. Er kann mit einem Seil aufgehängt oder an einer Wandhalterung befestigt werden. Es ist wichtig, ihn vor Feuchtigkeit zu schützen, damit er nicht zu schnell schmilzt – und achte darauf, dass dein Pferd ihn nicht übermäßig leckt 😉
Wenn Steine nicht ausreichen: Weitere Mineralstoffquellen
Auch wenn der Salzleckstein eine gute Grundlage bietet, reicht er nicht immer aus, um den gesamten Mineralbedarf eines Pferdes zu decken – besonders bei sportlicher Belastung, Wachstum, Trächtigkeit oder mineralstoffarmen Böden. Hier sind weitere Möglichkeiten, deinem Pferd Mineralstoffe zuzuführen:
Mineralergänzungsmittel in Pulver- oder Granulatform
Sie werden direkt der täglichen Ration beigemischt. Sie sind in der Regel sehr vollständig und ermöglichen eine präzise und bedarfsgerechte Supplementierung. Manche sind für spezifische Situationen formuliert: Seniorpferd, gestresstes Pferd, ruhendes Pferd oder Pferd unter intensiver Arbeit.
✔️ Der Vorteil: Du hast die Mengen vollständig unter Kontrolle
❗️ Der Nachteil: Manche Pferde können beim Geschmack wählerisch sein
Die flüssigen Ergänzungsmittel
Leicht zu verabreichen, werden sie vom Organismus schnell aufgenommen. Sie werden häufig als Kur eingesetzt, um den Organismus in einer gezielten Phase zu unterstützen: Jahreszeitenwechsel, Erschöpfung, Turnier usw.
✔️ Ideal für Mineral-, Magnesium- oder Elektrolytkuren
🔥 Unser Favorit: Ravene - Flüssiges Muskel-Nahrungsergänzungsmittel Nutriforme
Die Elektrolyte
Unverzichtbar bei starkem Schwitzen (Hitze, Transport, Turnier), helfen sie dabei, die Verluste an Natrium, Kalium, Kalzium, Chloriden und Magnesium wieder auszugleichen. Im Gegensatz zum Salzstein wirken sie schneller.
✔️ Nach Anstrengung oder bei großer Hitze verabreichen
Die angereicherten Mashs
Manche Mashs enthalten bereits eine ergänzende Zufuhr an Mineralstoffen und Vitaminen. Sie sind besonders nützlich im Winter oder in Phasen der Futterumstellung und fördern zudem den Verdauungskomfort.
💕 Unser Favorit: ESC Laboratoire - Mash Phytomash Hydratation und Erholung
Der Salzstein ist ein einfaches, kostengünstiges und dennoch sehr nützliches Zubehör für das Wohlbefinden deines Pferdes. Er ersetzt keine ausgewogene Ernährung oder eine durchdachte Supplementierung, trägt aber dazu bei, eine gute Natriumzufuhr aufrechtzuerhalten und kann zum allgemeinen Mineralstoffgleichgewicht beitragen.
Denke immer daran, die Zufuhr an den tatsächlichen Bedarf deines Pferdes anzupassen – je nach Lebensweise, Alter, Ernährung und Aktivität.
Diese Artikel sollten Sie nicht verpassen

Ein Pferd zu haben bedeutet auch, täglich mit kleinen Wehwehchen umzugehen! 🙈 Man weiß nicht immer, was man dabei haben sollte, um möglichst viele Situationen abdecken zu können… Deshalb haben wir ...

Lehm ist ein unverzichtbares Element in der Pflegerouting des Pferdes. Seit jeher für seine natürlichen Eigenschaften geschätzt, beruhigt, regeneriert und unterstützt er Muskeln und Sehnen nach dem...















