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Le travail hivernal 💪

Die Winterarbeit 💪

Conseils & Astuces23. Jan 202617 Min.
 

Der Winter ist eine wesentliche Phase für Sportpferde und ihre Reiter. Weniger sichtbar als die Turniersaison, bietet er dennoch die Grundlage für Leistung, mentale Stärke und die Langlebigkeit der Pferde. Es ist eine besondere Zeit, um Kondition, Geschmeidigkeit, Gleichgewicht und Entspannung zu fördern, und dabei den Rhythmus jedes einzelnen Pferdes zu respektieren.

Die verschiedenen Ansätze unserer professionellen Reiter zeigen, dass die Winterarbeit keine Einschränkung ist, sondern eine strategische Chance: die Muskulatur stärken, die Koordination verbessern, die Verbindung zwischen Reiter und Pferd vertiefen und das Pferd auf die Anforderungen der kommenden Saison vorbereiten – ob auf dem flachen, am Hindernis oder im Gelände. Entdeckt ihre Tipps, Übungen und Unverzichtbares für diese ganz besondere Zeit 👇

🔥 Die Winterarbeit aus der Sicht von Gwnedolen Fer

Für sie stellt der Winter eine Zeit der Verlangsamung, ja sogar der Pause in der Pferdearbeit dar. Nach dem Ende der Saison plant sie in der Regel einen Monat Ruhe ein. Je nach Bedarf jedes einzelnen Pferdes kann diese Pause vollständig sein oder einige Ausritte im Freien beinhalten, um Muskulatur und Beweglichkeit zu erhalten und dabei den Körper zu schonen.

Für sie ist der Winter eine der wichtigsten Jahreszeiten. Die Winterarbeit zielt nicht auf unmittelbare Leistung ab, sondern auf den körperlichen, mentalen und technischen Aufbau des Pferdes, um die kommende Saison gelassen vorzubereiten. Es ist der Moment, um Fortschritte zu machen ohne Druck, in einem ruhigeren Umfeld.

Eine Schlüsselphase, keine Last

Wenn die Turniere aufhören und der Kalender sich leert, kann sie ohne Druck arbeiten, zu den Grundlagen zurückkehren und ihr Pferd beobachten, um die Arbeit seinen Bedürfnissen anzupassen.

In dieser Zeit bevorzugt sie:

  • Die Regelmäßigkeit und Qualität der Einheiten statt ihrer Intensität

  • Die mentale Arbeit, dank weniger Reisen und mehr Zeit, um die Reiter-Pferd-Beziehung zu stärken

Progressiver Muskelaufbau

Die Muskelkräftigung erfolgt durchdacht und progressiv:

  • Arbeit mit Bodenstangen und Cavalettis

  • Arbeit in abwechslungsreichem Gelände, wenn die Bedingungen es erlauben

Das Ziel ist es, Kraft, Stabilität und Koordination zu entwickeln, ohne das Pferd zu überlasten. Diese Arbeit bereitet den Körper auf die intensiveren Belastungen des Frühlings vor und begrenzt gleichzeitig das Verletzungsrisiko.

Die Kondition erhalten, ohne zu überfordern

Auch wenn die Gesamtintensität reduziert ist, bleibt die Aufrechterhaltung des Herz-Kreislauf-Systems essenziell. Die Einheiten werden an Wetter, Bodenbeschaffenheit und die Stimmung des Pferdes angepasst, wobei Komfort und Sicherheit des Tieres stets Vorrang haben.

Heute aufbauen, morgen glänzen

Die Winterarbeit ist oft unauffällig und wenig sichtbar, aber sie ist grundlegend für das Kommende. Ein gut vorbereitetes Pferd über den Winter wird:

  • Körperlich belastbarer

  • Mental verfügbarer

  • Konstanter in seinen Leistungen

Der Winter ist also die Zeit, in der sie die Grundlagen legt, und die Turniersaison ist der Moment, in dem diese Grundlagen Früchte tragen.

 

Die Schlangenlinien-Übung: eine grundlegende Übung der Winterarbeit

Die Schlangenlinie ist eine Übung, die einfach erscheint, sich jedoch als äußerst vollständig erweist, wenn sie korrekt ausgeführt wird. Sie lässt sich hervorragend in die Winterarbeit integrieren, da sie es ermöglicht, Geschmeidigkeit, Balance und Geraderichtung des Pferdes gleichzeitig zu entwickeln. Zugänglich sowohl für das junge Pferd als auch für das erfahrene Pferd, bietet sie zahlreiche Varianten, um den Schwierigkeitsgrad anzupassen.

Ziele der Übung

  • Das Pferd seitlich dehnen, von den Schultern bis zur Hinterhand

  • Gleichgewicht und Stabilität bei Richtungswechseln fördern

  • Die Geraderichtung erarbeiten, insbesondere in den Übergängen von einer Biegung zur anderen

Technischer Teil 👇

  • Die Schlangenlinie kann aus drei Schleifen bestehen, aber auch aus vier bis fünf Schleifen, um die Arbeit zu intensivieren

  • Die Bögen müssen gleichmäßig sein, mit einer klaren, fließenden und konstanten Linie

  • Der Biegewechsel erfolgt auf der Mittellinie, mit einem geraden Pferd und ohne Hast

Während der gesamten Übung muss das Pferd ein gleichmäßiges und stabiles Tempo beibehalten.

Wichtige Aspekte der Pferdehaltung

Wenn eine Schlangenlinie korrekt geritten wird:

  • Das Pferd zeigt eine leichte, der Kurve angepasste Biegung

  • Der Hals bleibt geschmeidig, ohne übermäßige Biegung

  • Die Schultern bleiben vor den Hanken

  • Der Kontakt zur Hand ist auf beiden Seiten stabil und ausgewogen, ohne Zug

Das Ziel ist nie, die Biegung zu erzwingen, sondern eine progressive und natürliche Stellung zu suchen.

Hilfen des Reiters und häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt

Der Reiter spielt eine entscheidende Rolle für die Qualität der Übung:

  • Das innere Bein unterstützt die Biegung und fördert das Engagement

  • Das äußere Bein kontrolliert die Linie und begrenzt das Ausweichen der Hanken

  • Der innere Zügel begleitet die Bewegung und folgt der Biegung

  • Der äußere Zügel lenkt die Schulter und gewährleistet die Geraderichtung

Der Blick und der Oberkörper des Reiters begleiten die Bahn und antizipieren jeden Kurvenwechsel.

Aber Achtung: Die Schlangenlinie deckt Ungleichgewichte schnell auf. Die häufigsten Fehler sind:

  • Ein Pferd, das sich übermäßig auf die innere Schulter stützt

  • Ein zu abrupter Biegewechsel

  • Ein Impulsverlust beim Übergang zwischen den Kurven

  • Ein ungenaues oder ungleichmäßiges Linienreiten

Diese Punkte sollten schrittweise korrigiert werden, ohne sofortige Perfektion anzustreben.

Varianten und Progressionen

Um die Übung weiterzuentwickeln:

  • Schritt–Trab- oder Trab–Schritt-Übergänge auf der Mittellinie einbauen

  • Die Schleifen verkleinern oder vergrößern, um den Schwierigkeitsgrad anzupassen

  • Bodenstangen auf einige Kurven legen, um das Engagement zu stärken

  • Schulterherein oder Kopf zur Wand auf den Kurven integrieren

Diese Variationen helfen dabei, das Interesse des Pferdes aufrechtzuerhalten und dabei seinen körperlichen Zustand zu respektieren.

Der Kreis mit fünf Stangen am Boden: eine vielseitige Übung im Schritt und Trab

Der Kreis mit fünf Bodenstangen ist eine besonders sinnvolle Übung im Rahmen der Winterarbeit. Er ermöglicht es, Geschmeidigkeit, Koordination, Engagement und Regelmäßigkeit zu kombinieren. Sowohl im Schritt als auch im Trab ausführbar, lässt er sich leicht dem Niveau des Reiter-Pferd-Paares anpassen und ist eine hervorragende Kräftigungsübung.

Ziele der Übung

Diese Übung zielt darauf ab:

  • Die Regelmäßigkeit der Gangarten verbessern

  • Das Engagement der Hinterhand fördern

  • Koordination und Propriozeption entwickeln

  • Die Balance auf einer geschwungenen Linie erarbeiten

  • Die Aufmerksamkeit und Konzentration des Pferdes fördern

Aufbau des Geräts 👇

Das Gerät besteht aus fünf Stangen, die auf einem Kreis angeordnet sind:

  • Die Stangen sind auf der Außenseite etwa 1,20 m voneinander entfernt und auf der Innenseite etwa drei Fuß

  • Die Durchgänge erfolgen im Schritt auf dem inneren Teil des Kreises und im Trab auf dem äußeren Teil

Die Kreislinie muss präzise sein, um Flüssigkeit und Regelmäßigkeit der Übung zu gewährleisten.

Ausführung im Schritt

Im Schritt ermöglicht die Übung eine sanfte Arbeit:

  • Das Pferd behält einen aktiven und gleichmäßigen Schritt bei

  • Es lernt, seine Tritte besser aufzuteilen

  • Das Engagement der Hinterhand wird progressiv gefordert

Ausführung im Trab

Im Trab wird die Übung anspruchsvoller:

  • Der Rhythmus muss auf dem gesamten Kreisbogen gleichmäßig bleiben

  • Das Pferd darf weder beschleunigen noch langsamer werden, wenn es sich den Stangen nähert

  • Die Übung fördert den Schub und die Koordination

  • Sie ermöglicht es auch, schnell ein Pferd zu erkennen, das sich in der Kurve anlehnt oder ausbricht

💡 Hilfen des Reiters

Für eine gute Ausführung:

  • Das innere Bein unterstützt die Biegung und den Schwung

  • Das äußere Bein kontrolliert die Hanken

  • Der äußere Zügel stabilisiert die Schulter und die Linie

  • Der innere Zügel begleitet die Bewegung, ohne zu ziehen

Der Blick und der Oberkörper folgen dem Kreis, um eine gleichmäßige Linie beizubehalten.

Achtsam­keitspunkte und häufige Fehler

Einige Schwierigkeiten können auftreten:

  • Ein seitliches oder longitudinales Ungleichgewicht

  • Ein Taktverlust beim Annähern an die Stangen

  • Ein unzureichend präziser Weg

Varianten und Weiterentwicklungen

Um die Übung weiterzuentwickeln:

  • Schritt und Trab auf demselben Gerät abwechseln

  • Einige Stangen leicht erhöhen, um das Engagement zu verstärken

  • Übergänge vor oder nach dem Gerät einfügen

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  2. Heiniger - Tondeuse Delta 3
  3. Ravene - Pflegemittel für den Strahl Pedicade

 

🥰 Die Winterarbeit aus der Sicht von Alexia Pittier

Die Winterarbeit: ihre Sichtweise und Organisation

Der Winter ist eine wichtige Zeit in der reiterlichen Arbeit. Es ist ein besonderer Moment, frei vom Druck der Wettkämpfe, der es ermöglicht, ein solides Fundament für die kommende Saison zu legen.

1. Seine Sichtweise auf die Winterarbeit

Für sie ist die Winterarbeit vor allem eine Zeit, um Abstand zu gewinnen. Ohne unmittelbaren Termindruck ist es möglich, die Arbeit des Pferdes zu beobachten, zu analysieren und anzupassen.

Dies ist der ideale Moment, um die Grundlagen zu überprüfen, zu den Basics zurückzukehren und bestimmte Punkte zu vertiefen.

Das Ziel ist nicht, um jeden Preis Leistung zu erzwingen, sondern zu gestalten: ein stärkeres, verfügbareres Pferd und eine ausgewogenere Arbeitsbeziehung. Diese stille, manchmal unsichtbare Arbeit ist dennoch entscheidend für das, was folgt.

2. Was in dieser Zeit konkret umgesetzt wird

Im Winter passt sie ihre Organisation und Einheiten an:

  • Einheiten, die auf Qualität statt Intensität ausgerichtet sind

  • Ein progressives Aufwärmen, mit ausreichend Zeit, das Pferd gut einzureiten

  • Besonderes Augenmerk auf das Körperliche: Geschmeidigkeit, Balance, Muskulatur

  • Ausreichend Erholung und verstärkte Pflege, die bei Kälte besonders wichtig sind


Übung 1: Arbeit an der Haltung des Pferdes

Das Ziel dieser Übung ist es, die Haltung des Pferdes in kurzen Sequenzen zu variieren, ohne es je in einer einzigen Position zu fixieren.

Aufbau der Übung

Man kann mit einfachen Figuren beginnen, wie einer geraden Linie oder einem Halbkreis.

Zum Beispiel:

  • Einige Tritte in Halsverlängerung

  • Dann 4 bis 5 Schritte in einer mittleren Haltung, mit der vom Reiter gewählten Genickposition

  • Schließlich eine leicht höhere und getragenere Haltung

Der zentrale Gedanke ist, nie lange in derselben Haltung zu bleiben: maximal vier bis fünf Schritte. Dieser Wechsel hält das Pferd aktiv, verfügbar und durchlässig für die Hilfen.

Die Haltungsarbeit in die Schlangenlinien integrieren

Diese Arbeit lässt sich wirkungsvoll in Schlangenlinien integrieren, die Geschmeidigkeit und die Verbindung des Pferdes fördern.

Bei einer Schlangenlinie mit drei Schleifen zum Beispiel:

  • Erste Schleife in Halsverlängerung

  • Zweite Schleife in einer höheren und getragenen Haltung

  • Dritte Schleife erneut in Halsverlängerung

Dieser Wechsel ermöglicht es dem Pferd, sein Gleichgewicht auf natürliche Weise zu verändern und dabei einen entspannten und beweglichen Rücken zu bewahren.

 

Weitenvariation

Anschließend kann die Übung durch Amplitudenvariationen bereichert werden, stets nach dem Prinzip kurzer Sequenzen.

Auf einer geraden Linie oder einer Kurve:

  • Vier Tritte mit mehr Weite

  • Dann vier Tritte mit leichter Versammlung

  • Ohne dabei je die Flüssigkeit oder die Verbindung zu verlieren

Der Schlüsselpunkt dieser Übung bleibt die Durchlässigkeit des Pferdes: Es muss auf die Hilfen reagieren, ohne Anspannung oder Widerstand.


Warum diese Übung besonders wertvoll ist

Diese Arbeit ermöglicht:

  • Die gesamte Muskulatur des Pferdes zu aktivieren

  • Die Verbindung und das Schwingen des Rückens zu verbessern

  • Die Qualität der Beziehung zwischen Reiter und Pferd zu stärken

Auf den ersten Blick einfach, ist diese Übung dennoch äußerst vielseitig – besonders in der Winterzeit.

 

Übung 2: Die Arbeit dem Niveau des Reiter-Pferd-Paares anpassen

Die Arbeit kann je nach Ausbildungsstand von Pferd und Reiter durch verschiedene Seitenübungen angepasst werden:

  • Schulterherein

  • Schenkelweichen

  • Traversale für die fortgeschritteneren Paare

Das Ziel ist nicht die Schwierigkeit der Übung an sich, sondern das, was man dabei entwickeln möchte: kurze, präzise und kontrollierte Variationen.

 

Amplitudenvariation in der Seitwärtsarbeit

Bei jeder Seitwärtsbewegung können Amplitudenvariationen auf kurzen Sequenzen integriert werden.

Zum Beispiel bei der Schenkelweiche:

  • Ein paar Schritte mit mehr Schwung verlangen

  • Dann in derselben Bewegung leicht versammeln

  • Bevor die Weite wieder vergrößert wird

Bodenstangen können als visuelle Orientierungspunkte dienen und dem Reiter helfen, die Übung zu strukturieren.

Diese Arbeit kann ausgeführt werden: im Schritt, im Trab und sogar im Galopp, je nach Ausbildungsstand des Paares

 

Dasselbe Prinzip auf die Schulter-herein anwenden

Auf einer geraden Linie bleibt das Prinzip identisch. Zwischen zwei Buchstaben kann man verlangen:

  • Eine Variation der Weite

  • Dann eine leichte Versammlung

  • Bevor die Weite wieder hergestellt wird

Bei sehr gut ausgebildeten Pferden kann man anspruchsvoller sein. Andernfalls nimmt man sich mehr Zeit, um die Geschmeidigkeit zu erhalten – sowohl beim Pferd als auch beim Reiter.


Mit dem Übertreten und dem Winkel spielen

In allen Seitenübungen ist es ebenfalls möglich, folgendes zu variieren:

  • Der Grad der Überkreuzung

  • Der Winkel der Bewegung

Zum Beispiel:

  • In der Schulter-herein: mehr oder weniger Winkel

  • In der Schenkelweiche oder Traversale: mehr oder weniger Übertreten, bei gleichzeitig flüssiger und stabiler Bewegung

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🧡 Die Winterarbeit aus der Sicht von Clara Cazeneuve

Die Winterarbeit: ein Schlüsselschritt zur Saisonvorbereitung

Der Winter ist eine essentielle Zeit in der Vorbereitung des Sportpferdes. Weniger sichtbar als die Turniersaison, ist er dennoch entscheidend für die Leistung, die Langlebigkeit und das Wohlbefinden des Pferdes… und des Reiters.

❄️ Die Bedeutung der Pause … auch für den Reiter

Noch bevor von Arbeit die Rede ist, beginnt der Winter mit einer notwendigen Pause.
In der Saison ist der Rhythmus intensiv und sehr strukturiert. Sie trägt mehrere Hüte: Reiterin junger Pferde, Reiterin auf dem professionellen und internationalen Parcours mit ihren Spitzenstuten, Lehrerin für ihre Schüler und Begleitung bei deren Turnieren.

Die Winterzeit ist daher essenziell, um einen Gang zurückzuschalten, sich persönliche Zeit zu gönnen und mit neuer Energie und Motivation in die neue Saison zu starten.

Sie geht die Winterarbeit in drei großen Phasen an, jede mit einem klaren Ziel.

1️⃣ Phase 1: die Saisonpause

Nach der Wettkampfsaison ist der erste Schritt die Pause.
Die Pferde müssen sich nach den wiederholten Belastungen körperlich und mental erholen.

Diese Phase umfasst:

  • Vollständige Ruhe

  • Ruhige Ausritte

  • Eine deutliche Reduzierung der Arbeitsintensität, angepasst an jedes einzelne Pferd

Das Ziel ist es, den Pferden die Möglichkeit zu geben, neue Kräfte zu sammeln, ohne übermäßige Beanspruchung.

2️⃣ Phase 2: die schrittweise Wiederaufnahme

Die Wiederaufnahme erfolgt behutsam. Die Einheiten sind oft lang (mehr als 40 Minuten), bleiben aber wenig fordernd.

In dieser Phase bevorzugt sie:

  • Viel Arbeit im Freien (Schritt, Trab, Geländearbeit)

  • Einheiten, die Dehnungen und Losgelassenheit fördern

  • Eine stets positive Arbeitsweise, ohne übermäßigen Druck oder Zwang

Das Ziel ist es, die körperliche Kondition und die mentale Verfügbarkeit wieder aufzubauen, ohne sofort auf Leistung zu setzen.

3️⃣ Phase 3: die Wiederaufnahme des Trainings

In der letzten Winterphase steigen die Anforderungen schrittweise.

  • Die Einheiten werden kürzer (ca. 30 Minuten), dafür gezielter und präziser

  • Man führt mehr Technik ein, mehr Engagement und eine gezielte Vorbereitung auf die bevorstehende Saison

Diese Phase ermöglicht es, die Pferde darauf vorzubereiten, die Anforderungen des Wettkampfs wiederzufinden, und dabei die Errungenschaften der vorherigen Phasen zu festigen.

Zwei unverzichtbare Übungen in der Winterzeit

1. Die Stangen am Boden

Bodenstangen sind wesentliche Hilfsmittel für die Winterarbeit, sowohl im Trab als auch im Galopp. Sie ermöglichen es, die Bewegung des Pferdes zu mechanisieren und mit Präzision an Koordination, Balance und Hinterhandengagement zu arbeiten.

Umsetzung:

  • Die Stangen auf einer geraden oder leicht geschwungenen Linie aufstellen, je nach Trainingsziel

  • Die Anzahl der Schritte zwischen den Stangen variieren, um Schwung oder Versammlung zu fordern

  • Höhe oder Abstand der Stangen je nach Ausbildungsstand und körperlicher Kondition des Pferdes anpassen

Vorteile:

  • Entwickelt Koordination und Gleichmäßigkeit der Gangarten

  • Verbessert das Gleichgewicht des Pferdes über den gesamten Körper

  • Fördert den Schub, ohne übermäßige Ermüdung zu verursachen

Der progressive Einsatz von Bodenstangen ermöglicht es, die Arbeit auch in kurzen Einheiten sicher und motivierend zu gestalten.

2. Die Longenarbeit

Die Longenarbeit ist im Winter besonders empfehlenswert, da sie es ermöglicht, die Bewegung des Pferdes aus einem anderen Blickwinkel zu beobachten und zu verstehen als bei der gerittenen Arbeit.

Umsetzung:

  • Das Pferd frei im Kreis laufen lassen, im Schritt, Trab oder Galopp

  • Seine Bewegung, sein Gleichgewicht, die Entspannung seines Rückens und seiner Halsung beobachten

  • Mit diskreten Hilfen eingreifen, um das Pferd ohne Zwang zu führen

Vorteile:

  • Ermöglicht es, die Verbindung zwischen Reiter und Pferd zu stärken

  • Fördert ein korrektes und losgelassenes Gangbild

  • Dem Pferd die Möglichkeit geben, sich in voller Freiheit zu bewegen und dabei auf die Hilfen aufmerksam zu bleiben

Die Longenarbeit ist eine hervorragende Ergänzung zur geritten Arbeit: Sie fördert die Gehorsamsbereitschaft, die Losgelassenheit und die Muskelaktivierung des Pferdes – ganz im Einklang mit seinem körperlichen und mentalen Wohlbefinden.

✨ Die 3 Winter-Essentials von Clara 

 

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😍 Die Winterarbeit aus der Sicht von Marie Catrevault

Für sie ist der Winter eine wesentliche Phase, um die Grundlagen der Arbeit zu legen oder zu festigen.
Ohne den Druck sportlicher Ziele ist es der ideale Moment, um Kondition, Geschmeidigkeit und Gleichgewicht des Pferdes zu verbessern und dabei sein mentales Wohlbefinden zu erhalten.

Sie bevorzugt eine progressive, abwechslungsreiche und qualitativ hochwertige Arbeit, um die kommende Saison in Ruhe vorzubereiten.

Was im Winter konkret umgesetzt wird

In dieser Zeit gestaltet sie ihre Einheiten nach einigen einfachen Grundsätzen:

  • Regelmäßige, aber kürzere Einheiten

  • Ein Schwerpunkt auf der Arbeit auf dem flachen

  • Eine Abwechslung zwischen geritten Arbeit, Ausritten und Bodenarbeit

  • Ein längeres und schrittweises Aufwärmen, das bei kaltem Wetter unerlässlich ist, um Muskeln und Gelenke vorzubereiten

Das Ziel ist es, die Pferde den gesamten Winter über verfügbar, entspannt und in guter körperlicher Kondition zu halten.

 

Übung 1: Eng beieinanderliegende Übergänge in einer stabilen Haltung

Eng beieinanderliegende Übergänge sind eine grundlegende Übung in der Winterarbeit. Sie helfen dabei, die Reaktionsbereitschaft des Pferdes auf die Hilfen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig seine Muskulatur zu kräftigen, ohne es zu überfordern.

Aufbau der Übung 💪

Die Übung besteht darin, einfache Übergänge aneinanderzureihen:

  • Schritt–Trab–Schritt

  • Oder Trab–Galopp–Trab

Diese Übergänge können ausgeführt werden:

  • Auf geraden Linien

  • Oder auf großen Kurven, um die Balance und die Geschmeidigkeit des Pferdes zu erhalten

Der Reiter achtet darauf, eine klare und gleichmäßige Linie beizubehalten, mit einem präzisen Tracé.

🔥 Ausführungshinweise

Bei der Ausführung der Übergänge sind mehrere Elemente wesentlich:

  • Eine stabile und gleichbleibende Haltung beibehalten, ohne das Pferd zu zwingen

  • Die Geraderichtung bewahren, insbesondere bei absteigenden Übergängen

  • Klare, aber fließende Übergänge erzielen, ohne Hast und ohne Taktstörung

Das Ziel ist nicht die Schnelligkeit der Ausführung, sondern die Qualität der Reaktion des Pferdes auf die Hilfen.

Vorteile der Übung

Kurze Übergänge ermöglichen:

  • Die Durchlässigkeit des Pferdes für die Hilfen zu verbessern

  • Die Qualität und Präzision der Übergänge zu verbessern

  • Die Muskulatur progressiv und ausgewogen zu beanspruchen

Diese Übung fördert auch die Konzentration des Pferdes und trägt zu einem korrekteren und stabileren Gangbild bei.

Übung 2: Weitenvariation über Stangen am Boden

Die Amplitudenvariation in Verbindung mit Bodenstangen ist eine sehr vielseitige Übung, die in der Winterzeit besonders wertvoll ist. Sie ermöglicht eine effektive Arbeit mit dem Pferd, auch in kurzen Einheiten, und bleibt dabei progressiv und rücksichtsvoll gegenüber seiner körperlichen Verfassung.

Aufbau des Übungsgeräts

Zwei bis drei Bodenstangen aufstellen, auf einer geraden Linie oder einer leichten Kurve angeordnet, je nach Niveau des Pferdes und des Reiters.

Der Abstand zwischen den Stangen kann je nach folgenden Faktoren angepasst werden:

  • Der gearbeitete Gang

  • Vom Ausbildungsstand des Pferdes

  • Seinem körperlichen Zustand und seiner natürlichen Schrittweite

Ablauf der Übung

Die Übung besteht darin:

  • Die Durchgänge abwechseln, indem die Anzahl der Schritte zwischen den Stangen variiert wird

  • Auf demselben Gerät abwechselnd mehr Weite oder leichte Versammlung fordern

Der Reiter passt seine Hilfen so an, dass er das Pferd führt, ohne es zu zwingen, und dabei eine fließende und gleichmäßige Linie beibehält.

⚠️ Wichtige Punkte, auf die man achten sollte 

  • Das Tempo muss konstant bleiben, ohne übermäßige Beschleunigung oder Verlangsamung

  • Das Pferd muss gerade und ausgewogen in seinem Körper bleiben

  • Die Amplitudenvariationen müssen progressiv und kontrolliert bleiben

Vorteile der Übung

Die Weitenvariation über Stangen am Boden ermöglicht:

  • Den gesamten Körper des Pferdes zu aktivieren

  • Koordination, Schub und Propriozeption zu entwickeln

  • Die Qualität der Gangarten und die Verfügbarkeit des Pferdes zu verbessern

Es ist eine besonders effektive Übung, um die körperliche Verfassung und die Qualität der Arbeit zu erhalten – auch in kürzeren Einheiten.

 

✨ Die 3 Winter-Essentials von Marie 

  1. Back On Track - Rückenwärmer Back Warmer Royal
  2. Heiniger - Tondeuse Delta 3
  3. Ravene - Pflegemittel für den Strahl Pedicade

 

🚀 Die Winterarbeit aus der Sicht von Maxime Livio

Die Winterarbeit: die drei wichtigsten Phasen

Die Winterarbeit gliedert sich in drei verschiedene Phasen, jede mit klaren Zielen zur Vorbereitung der Pferde auf die folgende Saison.


1. Die Ruhephase (4 bis 6 Wochen)

Die erste Phase beginnt direkt nach dem letzten Turnier und dauert vier bis sechs Wochen. Sie ist nicht für alle Pferde gleich: Manche genießen eine vollständige Ruhezeit auf dem Paddock, während andere eine leichte Arbeit absolvieren, die Arbeit auf dem flachen, Ausritte oder kurze Longierstunden umfasst.

Diese Übungen haben nicht das Ziel, den Körper zu ermüden oder unter Spannung zu setzen, sondern ermöglichen es, die Muskulatur und das mentale Wohlbefinden des Pferdes zu erhalten und gleichzeitig die Erholung nach einer intensiven Saison zu fördern.


2. Die Wiederaufnahme des Trainings (4 bis 6 Wochen)

Die zweite Phase dauert ebenfalls vier bis sechs Wochen und entspricht der schrittweisen Wiederaufnahme der Arbeit mit den Pferden.

Sie stützt sich auf:

  • Sehr einfache Übungen auf dem flachen: Grundlagen, Schub, Spannung, Geraderichtung, einfache Übergänge

  • Abgestufte Trottings, von leicht bis mittelschwer

  • Springstunden über Cavalettis oder Gymnastikreihen, ohne Sprünge von mehr als 1,15 m

Das Ziel ist es, die Pferde wieder in Bewegung zu bringen, ihre Grundlagen zu festigen und ihren Körper und Geist schrittweise auf die anspruchsvollere Arbeit vorzubereiten, die noch kommt.


3. Die Aufbauphase (ca. 4 Wochen)

Die letzte Winterphase dauert etwa vier Wochen und zielt darauf ab, die Pferde auf den ersten Wettkampf der Saison vorzubereiten.

Während dieser Phase:

  • Die Arbeit auf dem flachen wird technisch anspruchsvoller, mit einem Fokus auf Dressur

  • Die Sprungarbeit steigert sich in der Intensität, mit etwas mehr Höhe und technischer Schwierigkeit

  • Eine Einheit pro Woche findet draußen statt, um die Umgebung zu variieren

Bei den erfahrensten Pferden beschränken sich die Ausritte oft auf die Galoppbahn, während weniger erfahrene Pferde zwischen Galoppbahn und kleinen Geländepassagen wechseln können, um vor den ersten Turnieren wieder Vertrauen zu gewinnen.

Arbeit auf dem flachen: Rechtsgalopp, Linksgalopp und Seitenarbeit

Auf dem flachen konzentriert sich die Arbeit hauptsächlich auf den Galopp. Die Übung besteht darin, richtigen und falschen Galopp abzuwechseln und dabei Ausrichtungen und Biegungen zu variieren. Diese Arbeit kann durch großzügige Schenkelweichen bereichert werden, ausgeführt in Ruhe und Flüssigkeit.

Das Ziel ist es, das Pferd ausgeglichen und verfügbar zu halten, unabhängig von der verlangten Biegung oder Richtung. Der Wechsel zwischen dem richtigen und dem falschen Galopp beansprucht besonders die seitliche Geschmeidigkeit, die Balance und die Qualität des Hinterhandengagements.

Diese Art der Arbeit trägt auch dazu bei, die Galoppweite und das allgemeine Gangbild des Pferdes zu verbessern, und bietet dem Reiter ein besonders angenehmes Gefühl von Leichtigkeit und Verbindung.


Sprungarbeit: Cavaletti-Parcours im geschlossenen Kreislauf

Am Hindernis basiert die Übung auf einem Cavaletti-Parcours in einem geschlossenen Kreislauf. Das Gerät ist so konzipiert, dass es ohne Unterbrechung in beide Richtungen genutzt werden kann, um die Kontinuität der Arbeit zu fördern.

Das Pferd wird etwa sieben bis acht Minuten durch den Parcours geführt. Die Linien, Kurven und Landungen sowohl links als auch rechts sowie die Schrittvariationen fördern schrittweise die Entspannung und Konzentration des Pferdes.

Die Wiederholung der Übung ohne Leistungsdruck hilft dem Pferd, sich mental und körperlich zu lösen. Nach und nach reagiert es besser auf die Hilfen des Reiters und gewinnt an Vertrauen, bis es sich ganz natürlich der Bewegung überlässt.

 

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🤍 Die Winterarbeit aus der Sicht von Mado Pinto

Die Winterarbeit ist ein grundlegender Schritt in der Entwicklung der Pferde. Für sie erstreckt sie sich über einen Zeitraum von durchschnittlich drei bis vier Monaten am Ende der Saison. Es ist ein wichtiger Moment, um jeden Einzelnen zu beleuchten: sein Niveau einzuschätzen, seine Stärken zu erkennen und die Verbesserungsbereiche oder Lernziele für den Winter festzulegen.

Anhand dieser Ziele erstellt sie ein angepasstes Arbeitsprogramm, um eine kohärente und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Diese Zeit ermöglicht es ihr auch, mehr in den Ställen präsent zu sein und so eine regelmäßigere Arbeit mit den jungen Pferden zu ermöglichen, die noch nicht an Turnieren teilnehmen.

Darüber hinaus ist der Winter auch eine Zeit der Erholung. Die Pferde bekommen einige Ruhetage, insbesondere über die Feiertage. Diese Pause ermöglicht es ihr, die Arbeit in zwei Phasen zu strukturieren: die bereits erzielten Fortschritte zu analysieren und die letzten Ziele festzulegen, an denen vor dem Start der neuen Saison gearbeitet werden soll.

 

✨ Mados 3 Unverzichtbare für den Winter 

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Fazit

Die Winterarbeit ist nicht sofort sichtbar, aber sie ist grundlegend für den Erfolg der folgenden Saison. Sie ermöglicht es, das Pferd zu kräftigen, seine Geschmeidigkeit und sein Engagement zu entwickeln und dabei seine mentale Gesundheit zu bewahren.

Ein gut strukturierter Winter gibt den Pferden eine solide Grundlage, mehr Regelmäßigkeit und eine optimale Vorbereitung auf die kommenden Turniere. Für den Reiter ist es auch eine wertvolle Zeit, um die Arbeit zu analysieren, zu beobachten und anzupassen und dabei die Beziehung zu jedem Pferd zu festigen.

Kurz gesagt: Der Winter ist die Saison der stillen, aber unverzichtbaren Aufbauarbeit, die Pferde und Reiter darauf vorbereitet, unter bestmöglichen Bedingungen zu performen.

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